Wenn du eBooks bewerben möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um bezahlte Werbung zu schalten.

Ich wollte wissen, welche Werbemethoden wirklich etwas bringen und womit sich keine Verkäufe generieren lassen. Auf dem Weg habe ich einiges Geld “verbrannt”, aber die Fallstudie hat mir bei meiner Werbestrategie geholfen und ich habe mich für einen Weg entschieden, den ich konsequent beschreite. Dazu am Ende des Artikels mehr. Auch hier gilt natürlich wieder: Nur weil ich mit einer Methode keinen Erfolg hatte, heißt es nicht, dass es für dich auch so sein muss. Aber vielleicht helfen dir die Infos bei deiner Entscheidung.

eBook und Print bewerben: Was viel Geld gekostet und absolut nichts gebracht hat

  1. Werbung auf Lovelybooks als Autorin der Woche und Werbung im Lovelybooks Adventskalender 2020. Dafür fährt man besser in Urlaub.
  2. Null Verkäufe im stationären Einzelhandel durch einen Eintrag im Indie-Katalog.
  3. Auch Anzeigen in Zeitschriften, die meine Zielgruppe liest (z. B. LandIdee), sind im Nirwana verpufft.

Für diese Werbekampagnen sind über dreitausend Euro geflossen … und nicht ein Cent ist zurückgekommen.

eBook Marketing: Google Ads und Bing Ads

Bezahlte Werbung über Google Ads und Bing Ads lohnt sich meist nicht. Die Interessenten suchen eher direkt bei Amazon oder anderen Anbietern nach Lesestoff. Über die Suchmaschinen gibt es viel zu viele Klicks, die ins Leere laufen. Dafür sind die Klicks zu teuer und außerdem empfinde ich persönlich das Aufsetzen von Kampagnen auf beiden Portalen mittlerweile als viel zu kompliziert. Als zusätzliches Manko konnte ich bei Bing keine direkte Werbung auf meine Bücher bei Amazon Deutschland einstellen, sondern musste immer den Umweg über meine Webseite wählen. Das war kontraproduktiv, da ich meine eBooks im Kindle Unlimited Programm gelistet habe und sie daher nicht auf meiner Webseite verkaufen darf. Ich muss einen potenziellen Leser auf Amazon weiterleiten. Damit ist der Interessent gezwungen, mindestens drei Klicks auszuführen, um das Produkt schlussendlich zu kaufen. Meistens verliert man die Person auf dem Weg zum Buch. Ob ein Direktlink von Bing zu Amazon mittlerweile genehmigt wird, weiß ich nicht, da ich mich entschieden habe, weder Bing noch Google für Werbung zu nutzen.

eBook: Neuerscheinungen oder Angebote bei buchdeals.de und auf Social Media bezahlt bewerben

Einen Gewinn solltest du hier nicht erwarten. Diese Ankündigungen dienen primär dazu, ein besseres Ranking und damit mehr Sichtbarkeit zu erlangen.

  1. Bei Neuerscheinungen oder einer Preisaktion kann man auf buchdeals.de zurückgreifen. Buchdeals funktioniert für mich gut, um kurzfristig mehr Sichtbarkeit zu erlangen.
  2. Über Facebook oder Pinterest lässt sich Interesse wecken. Zudem ist die Werbung auf beiden Portalen nicht teuer und kann hin und wieder durchaus sinnvoll sein. Passende Bilder für die Anzeigen kannst du einfach und kostenlos auf Canva erstellen.
  3. Kindofbook und ähnliche Anbieter haben dagegen bei mir nichts gebracht. Bevor du Geld für eBook Werbung auf den diversen Schnäppchen-Seiten schaltest, sieh dir unbedingt das Alexa Ranking der Webseite an. Willst du wirklich Geld für Werbung auf einer Seite ausgeben, die im Beliebtheits-Ranking auf Platz 4,83 Mio liegt? Wie viele Leute werden da wohl deine Werbung finden?
  4. Auf Anzeigen, wie Werbebanner oder Pop-ups auf Webseiten, solltest du ganz verzichten. Da die meisten User mit Adblocker unterwegs sind, ist da nicht viel zu holen, denn sie sehen dein Inserat schlichtweg nicht.

Die beste Option für eBook-Angebote: lesen.net

Allerdings ist dies auch die teuerste Variante.

  1. Ich habe mit lesen.net extrem gute Erfahrungen gemacht.
  2. Diese Maßnahme ist meiner Meinung nach jedoch erst zu empfehlen, wenn du mindestens zwei Bücher auf dem Markt hast, um Folgeverkäufe zu generieren, und damit eine etwas länger anhaltende Sichtbarkeit anhand eines höheren Rankings zu erreichen.
  3. Bei nur einem Buch wird sich die Investition nicht wirklich rechnen, denn auf lesen.net verkaufen sich Bücher für 0,99 Cent am besten. Die Anzeigenkosten von mehreren 100 Euro wirst du definitiv nicht wieder einspielen – es sei denn du bist ein absoluter Glückspilz 😉 Ich habe beispielsweise über eine Kampagne 120 Exemplare des beworbenen Buches zu 0,99 Cent verkauft. Dafür zog der Verkauf im Folgemonat mit anderen Bänden an und daran war sicherlich diese Kampagne nicht ganz unschuldig.

eBook Marketing: Amazon Advertising Werbung ist mein Gewinner

Die besten Ergebnisse erziele ich mit Amazon Advertising. Dazu habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, den du lesen solltest.

Fazit zur bezahlten Buchwerbung

Nach allen Versuchen ist meine Marketingstrategie extrem simpel: Ich habe seit November 2019 dauerhaft Kampagnen bei Amazon Advertising geschaltet. Gibt es von mir eine Neuerscheinung oder ein besonderes Angebot, schalte ich on top zeitlich begrenzte Werbung auf Facebook inkl. Instagram und Pinterest. Das kostet mich (zusätzlich zu Amazon Ads, für die ich ein monatliches Maximalbudget von 450 Euro habe), noch einmal um die 100 Euro.

Welche 7 kostenlosen Werbemöglichkeiten für Bücher auf dich warten, liest du im nächsten Artikel.